UK will ab 2026 alle Krypto-Geschäfte nach neuen HMRC-Regeln verfolgen

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Wichtige Einblicke

  • Die Meldepflicht beginnt im Jahr 2026. Alle Krypto-Börsen, die Einwohner des Vereinigten Königreichs bedienen, müssen jeden Handel detailliert aufzeichnen.
  • Die HMRC erhält die vollständigen Transaktionsdaten direkt von den Plattformen und gleicht sie mit den Steuererklärungen ab.
  • Das Vereinigte Königreich schließt sich der EU, Kanada, Australien, Japan und Südkorea an, die das CARF-Rahmenwerk der OECD übernommen haben.

Das Vereinigte Königreich beendet die Ära des privaten Kryptohandels. Ab dem 1. Januar 2026 muss jede Börse, die britische Nutzer bedient, jeden Handel im Detail aufzeichnen. Ab 2027 werden diese Aufzeichnungen direkt an die britische Steuerbehörde HM Revenue & Customs gehen.

Das Finanzamt wird sie dann mit den Steuererklärungen abgleichen. Die Änderung bringt Großbritannien in Einklang mit globalen Standards und schließt die Lücke, die es ermöglichte, dass Gewinne nicht gemeldet wurden. Die Händler haben ein letztes Jahr Zeit, Fehler zu korrigieren, bevor die automatische Durchsetzung beginnt.

Was Exchanges tun müssen

Unter dem neuen Rahmenwerk werden Krypto-Plattformen als „Reporting Cryptoasset Service Providers“ neu klassifiziert. Vom ersten Tag des Jahres 2026 an müssen sie speichern: Jede Kauf- und Verkaufsorder, genaue Beträge und Preise sowie Zeitstempel jedes Handels.

Quelle: X

Sie müssen die Adressen der Brieftaschen aufbewahren. Sie müssen auch den Wert des Assets aufzeichnen. Er muss zum Zeitpunkt des Handels in Pfund oder Dollar angegeben werden.

Für in Großbritannien ansässige Personen gibt es keine Ausnahmen. Auch ausländische Börsen müssen die Regeln einhalten. Wenn sie das nicht tun, drohen ihnen hohe Geldstrafen. Nicht konforme Plattformen können für den britischen Markt gesperrt werden.

Die Meldepflicht ist weitreichend. Sie gilt für Bitcoin, Ethereum, Stablecoins, NFTs und alle anderen digitalen Vermögenswerte, die auf einer Plattform gehandelt werden. Die HMRC schätzt, dass zwischen 55 und 60 Börsen ihre Systeme aufrüsten müssen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen.

Warum sich die Regeln jetzt ändern

Großbritannien übernimmt das Crypto-Asset Reporting Framework der OECD. Der ursprüngliche Gemeinsame Meldestandard umfasste keine Kryptowährungen, so dass die Finanzämter die Gewinne aus digitalen Vermögenswerten nicht kannten. CARF behebt diese Lücke.

Die EU, Kanada, Australien, Japan und Südkorea haben das gleiche System bereits eingeführt. Laut HMRC werden etwa 55 bis 60 Börsen ihre Systeme aufrüsten müssen. Plattformen, die sich weigern, müssen mit Geldstrafen rechnen oder werden in Großbritannien gesperrt.

Was müssen Trader vor 2027 tun?

Für Krypto-Investoren ist das Jahr 2026 ein Gnadenjahr. Es ist die letzte Chance, die Unterlagen in Ordnung zu bringen, bevor die neue Berichterstattung beginnt. Die HMRC wird bald detaillierte Informationen von den Börsen erhalten. Wenn Sie sich also jetzt vorbereiten, wird der Prozess reibungsloser ablaufen.

Händlern wird empfohlen, die vollständigen Transaktionsprotokolle von jeder Plattform, die sie genutzt haben, herunterzuladen. Anhand dieser Aufzeichnungen können sie die Gewinne und Verluste der Vergangenheit anhand genauer Zahlen neu berechnen. Fehlende oder falsche Steuererklärungen können ergänzt und ausstehende Beträge mit Zinsen beglichen werden.

Wenn Sie dies frühzeitig tun, ist sichergestellt, dass alles übereinstimmt, wenn HMRC die automatischen Berichte im Jahr 2027 erhält.
Von diesem Zeitpunkt an wird das Finanzamt bereits über die Zahlen verfügen. Wenn Gewinne nicht gemeldet werden, wird die Differenz sichtbar sein.

Wenn Sie Probleme im Voraus lösen, vermeiden Sie spätere Komplikationen. Berater sagen, die Botschaft ist einfach: Nutzen Sie 2026 mit Bedacht. Eine saubere Buchführung und ehrliche Ablage erleichtern den Übergang und geben Händlern die Gewissheit, dass sie auf das neue System vorbereitet sind.

Eine globale Verschiebung und das Ende der Privatsphäre

Der Schritt Großbritanniens ist Teil eines weltweiten Vorstoßes zur Beendigung des Krypto-Steuergeheimnisses. Die Europäische Union hat CARF bereits übernommen, und Kanada führt ähnliche Regeln ein. Auch Australien bereitet seine Börsen auf die Einhaltung vor.

Japan hat die Meldepflichten verschärft, während Südkorea nun Transaktionshistorien von den Plattformen verlangt. Zusammengenommen zeigen diese Schritte, dass der Kryptohandel nicht länger eine versteckte Aktivität ist.

Die Blockchain bleibt dezentralisiert, aber die Börsen werden streng beaufsichtigt. Für britische Händler geht die Ära der Privatsphäre zu Ende, und Transparenz wird zum globalen Standard.

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