Cathie Wood lehnt eine KI-Blase ab und setzt auf KI und Kryptowährungen

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Wichtige Einblicke

  • ARK investierte über 140 Mio. $ in innovationsgetriebene Aktien, wobei Alphabet (56 Mio. $), Coinbase (über 20 Mio. $) und Circle (7,6 Mio. $) die Spitzenreiter waren.
  • Cathie Wood besteht darauf, dass KI noch in den Kinderschuhen steckt, und nennt die Akzeptanz bei Verbrauchern und die Nachfrage in Unternehmen als Beweis für die anhaltende Dynamik.
  • Angesichts der 300 Mrd. USD, die wieder in die Märkte fließen werden, des Auslaufens des QT am 1. Dezember und der Zinssenkungen der Fed erwartet Wood, dass die Liquidität die Wachstumswerte ankurbelt.

Cathie Wood und ARK Invest haben einen ihrer kühnsten Schachzüge des Jahres 2025 gemacht. Am 25. und 26. November haben die Anleger über 140 Millionen Dollar in Aktien investiert.

Der Schwerpunkt lag auf künstlicher Intelligenz, Blockchain und innovationsgetriebenen Aktien. Der Kaufrausch kommt, da Wood weiterhin Warnungen vor einer KI-Blase zurückweist.

ARKs zweitägiger Einkaufsbummel

Die Käufe verteilten sich auf mehrere große Namen. Alphabet (GOOG) erhielt mit 56 Millionen Dollar für 174.293 Aktien die größte Investition. Das Timing war bemerkenswert, denn es kam direkt nach der Einführung von Gemini 3, dem neuesten KI-Modell von Google.

Quelle: X
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Coinbase war ein weiteres großes Ziel. ARK kaufte an den beiden Tagen Aktien im Wert von über 20 Millionen Dollar, darunter 43.807 Aktien allein am 26. November.

Circle, das Krypto-Zahlungsunternehmen, wurde mit 7,6 Millionen Dollar in die ARK-Beteiligung aufgenommen. Dies geschah zusätzlich zu den 30 Millionen Dollar, die bereits im November investiert wurden.

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Block, das von Jack Dorsey geführte Fintech-Unternehmen, erhielt 13,5 Millionen Dollar. Deere & Co., ein überraschender Neuzugang, wurde für 14,2 Millionen Dollar gekauft. Diese neue Position wurde auf die Fonds ARKK, ARKQ und ARKX verteilt.

ARK hat außerdem 1,6 Millionen Dollar in seinen eigenen Bitcoin-ETF, ARKB, investiert. Insgesamt setzte ARK in nur 48 Stunden mehr als 140 Millionen Dollar ein. Der Fokus war klar: KI, Krypto und Innovation.

Die Ablehnung des KI-Blasen-Narrativs

Cathie Wood hat sich wiederholt gegen Behauptungen über eine KI-Blase gewehrt. Allein im November hat sie diese Idee mehrfach zurückgewiesen.

Am Montag postete @ARK_Funds auf X einen Ausschnitt aus dem In The Know-Podcast von Ark Invest. In dem Beitrag sagte Cathie Wood: „Die KI-Geschichte hat gerade erst begonnen“.

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Sie bezeichnete die jüngsten Rückschläge als „Liquiditätsengpass“. Sie sagte voraus, dass dieser Engpass in den nächsten Wochen nachlassen würde.

Wood reagierte auch auf eine aktuelle MIT-Studie, in der behauptet wird, dass Unternehmen keine Produktivitätsgewinne durch KI verzeichnen und es sich um eine KI-Blase handelt. Sie widersprach dem und sagte, die Studie spiegele eine Übergangsphase wider.

Wood erklärte, dass Unternehmen sich komplett umstrukturieren und transformieren müssen, um das volle Potenzial der KI zu erschließen. Dieser Prozess wird Zeit brauchen.

Auf der Verbraucherseite jedoch floriert die KI bereits, sagte sie. Tools wie ChatGPT und andere Chatbots verbreiten sich schnell unter alltäglichen Nutzern.

Wood verwies auf Palantir Technologies als Beweis für die steigende Nachfrage von Unternehmen. Sie wies darauf hin, dass das kommerzielle Geschäft von Palantir in den USA im letzten Quartal um 123% gewachsen ist. Sie sagte, dieser Anstieg zeige, dass CEOs und Entscheidungsträger unter Druck stünden, schnell zu handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Ihre Botschaft ist klar. Die Erzählung von der KI-Blase übersieht sowohl die Begeisterung der Verbraucher als auch die steigende Nachfrage der Unternehmen.

Liquiditätsflut im Vorfeld vs. KI-Blase Bedenken

Die jüngste Research Note von ARK hebt einen starken Makro-Hintergrund hervor. Der Stillstand der Regierung im Oktober/November hat den Märkten 621 Milliarden Dollar entzogen.

Der Kassenbestand des Schatzamtes, der mit 942 Milliarden Dollar seinen Höchststand erreicht hatte, sinkt nun auf sein normales Niveau von 600 Milliarden Dollar. Es wird erwartet, dass in den nächsten fünf bis sechs Wochen weitere $300 Milliarden in die Märkte fließen werden.

Die quantitative Straffung wird am 1. Dezember enden. Die Beamten der Federal Reserve sind ebenfalls dovish geworden. Die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung wird mit 85-90% angegeben.

Wood ist der Meinung, dass diese Liquiditätsflut wachstumsstarke Aktien stark ansteigen lassen wird. Sie argumentiert, dass das Narrativ der KI-Blase im Nachhinein albern aussehen wird, wenn die Liquidität die Preise nach oben treibt.

Einer der überraschendsten Schritte war der Kauf von Deere & Co durch ARK. Deere, bekannt für Traktoren und landwirtschaftliche Geräte, ist keine typische KI- oder Krypto-Aktie.

Aber ARK sieht Deere als ein Unternehmen für Robotik und Automatisierung. Seine Investitionen in Präzisionslandwirtschaft und autonome Maschinen passen zum Innovationsthema von ARK. Die Aufnahme von Deere zeigt, dass Wood ihre Definition von KI-getriebenem Wachstum ausweitet.

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