Fed-Zinssenkungswahrscheinlichkeit steigt vor der September-Sitzung auf 87%

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Wichtige Einblicke:

  • Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Fed steigt vor der September-Sitzung auf 87%.
  • Die Terminmärkte erwarten mehrheitlich eine Senkung um 25 Basispunkte.
  • Die Berichte über Arbeitsplätze und Inflation werden über den Schritt der Federal Reserve entscheiden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve auf der Sitzung am 17. September 2025 den Leitzins senkt, ist laut den CME FedWatch Tools deutlich gestiegen. Die aktuellen Futures-Preise zeigen eine Wahrscheinlichkeit von 87,2%, dass der Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 4,00%-4,25% gesenkt wird. Deutlich weniger Kontrakte repräsentieren jedoch Annahmen, dass der Zinssatz dort bleibt, wo er ist, nämlich bei 4,25% bis 4,50%.

Die Zahlen spiegeln einen deutlichen Stimmungsumschwung an den Märkten im Vergleich zu Anfang des Jahres wider, als die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September auf fast 75% geschätzt wurde. Diese Erholung wurde auf die anhaltend dovishen Andeutungen des Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, und die Arbeitsmarktstatistiken zurückgeführt, die darauf hindeuten, dass die hohen Kreditkosten die Beschäftigung belasten.

Aktuelle Zinslandschaft zeigt Setzungsdruck

Die Federal Funds Rate liegt jetzt bei 4,25-4,5, nachdem sie mehrfach erhöht wurde, um der Inflation in den Jahren 2022-2023 entgegenzuwirken. Obwohl sich der Preisdruck im Jahr 2025 beruhigt hat, bleibt das doppelte Mandat der Fed zur Inflationskontrolle und Beschäftigungsstabilität herausgefordert.

Die Messwerte für den Preisanstieg haben sich seit ihren Höchstständen nach der Pandemie abgeschwächt. Sie liegen jedoch immer noch deutlich über dem von der FED angestrebten Niveau von 2%. Der Index der persönlichen Verbrauchsausgaben (PCE) stieg im Juni im Jahresvergleich um 2,6%, während der Verbraucherpreisindex (CPI) im Juli um 2,7% zulegte.

An der Beschäftigungsfront zeigte der Beschäftigungsbericht für Juli ebenfalls ein langsames Einstellungstempo und eine Arbeitslosenquote von 4,2% an. Dies deutet darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt abgeschwächt hat.

FED senkt Zinsen | Quelle: X

In diesem Zusammenhang brachte Powell zum Ausdruck, dass die gegenwärtig erhöhten Kreditzinsen bereits zu schwerwiegend für den Arbeitsmarkt werden. Dies führt zu einer möglichen politischen Kehrtwende im September, wenn der Bericht veröffentlicht wird.

Der CME FedWatch Chart zeigt, wie deutlich die Händler auf die Erwartung einer Zinssenkung eingeschwenkt sind. Fast 87,2% der Wahrscheinlichkeitsverteilung konzentrieren sich zwischen 400 und 425 Basispunkten, was die allgemeine Erwartung einer punktuellen Zinssenkung zeigt. Der Rest, d.h. 12,8%, geht davon aus, dass der Status Quo von 425 bis 450 Basispunkten beibehalten wird, wobei die Chancen auf größere und tiefere Zinssenkungen bei dieser Sitzung sehr gering sind.

Aktuelle Wirtschaftsstruktur zeigt Inflationsrisiken

Die Marktwahrscheinlichkeiten hängen von weiteren zur Veröffentlichung anstehenden Datensätzen ab, die die aktuelle Preisbildung bestätigen oder entkräften können. Die beiden extremsten sind der August-Arbeitsmarktbericht am 5. September und der VPI-Bericht für August am 11. September. Beide werden vor der Entscheidung der Fed am 17. September veröffentlicht und könnten die Erwartungen beeinflussen.

Wenn die Beschäftigung schwächer wird oder die Inflation sich schneller abschwächt, wächst die Begründung für eine Senkung. Die Möglichkeit einer sofortigen Lockerung könnte jedoch durch eine Belebung der Beschäftigung oder eine verfestigte Inflation verringert werden. Vertreter der Federal Reserve wie der Präsident der St. Louis Fed, Alberto Musalem, und die Präsidentin der Boston Fed, Susan Collins, haben betont, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen ist. Sie sagen, dass es im September neue Daten geben wird.

Erklärung des FED-Präsidenten | Quelle: X

Die Finanzmärkte haben bereits auf den dovishen Kommentar von Powell und die gestiegenen Zinssenkungserwartungen reagiert. Die US-Aktien legten nach seinen Äußerungen in Jackson Hole zu und die Anleiherenditen sanken, da die Risikoaktiva eine positive Haltung einnahmen, die eine Lockerung der monetären Bedingungen in Betracht zieht.

In der Zwischenzeit hat die Politik an Fahrt aufgenommen. Powell geriet unter Beschuss, nachdem Trump ständig argumentiert hatte, die Fed solle die Zinsen weiter senken und ein Zinsziel von etwa 1 % anstreben. Auch innerhalb der Fed haben sich Risse gebildet.

Die Gouverneure Bowman und Waller haben kürzlich eine auf der Juli-Sitzung beschlossene Zinssenkung nicht unterstützt und sich damit gegen den Vorsitzenden gestellt. Eine solche interne Spaltung deutet auf eine anhaltende Uneinigkeit innerhalb der Zentralbank über das Gleichgewicht der Risiken von Inflation und Beschäftigung hin.

Die Zinsprognose der US-Notenbank (Fed) hat sich auf die Aktienmärkte ausgewirkt. Die Anzahl der Posts in den sozialen Medien mit den Begriffen Fed, rate, cut und Powell ist in den letzten 11 Monaten auf ein Allzeithoch gestiegen. Dieses gesteigerte Interesse ging mit einem neuen Optimismus an den Kryptowährungsmärkten einher. Analysten warnen jedoch, dass der manische Überschwang über Zinssenkungen bekanntermaßen zu kurzfristigen Marktkorrekturen führen kann.

Timothy Peterson Erklärung | Quelle: x

Fazit

Die Märkte für Kryptowährungen nahmen die Äußerungen Powells zunächst positiv auf, bevor sie sich später negativ entwickelten. Dies wird, wie einige Analysten vorausgesagt haben, zu mehr Liquidität und Risikobereitschaft führen. Abgesehen von den Berichten könnten jedoch auch Faktoren wie die institutionelle Akzeptanz eine große Rolle spielen, wobei insbesondere Bitcoin möglicherweise $150.000 anpeilt.

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