Wichtige Einblicke
- Changpeng Zhao, der Gründer von Binance, wies Anschuldigungen zurück, seine Plattform habe den 10. Oktober 2025 verursacht.
- In einem kürzlich geführten Interview bezeichnete Zhao die Vorwürfe als „weit hergeholt“ und betonte, dass die Preisdiskrepanzen die Nutzer aller Börsen beträfen.
- Das Dementi von CZ lässt die Börsen erneut unter die Lupe nehmen und weist auf Liquiditätsprobleme, Orakel-Risiken und fragile Krypto-Derivatemärkte hin.
Am 10. Oktober 2025 erlebte die Kryptowelt einen großen Schock. Ein plötzlicher Crash vernichtete an nur einem Tag 19 Milliarden Dollar an gehebelten Positionen. Viele Händler machten Binance, die größte Krypto-Börse, für die Verluste verantwortlich. Changpeng „CZ“ Zhao, Mitbegründer und ehemaliger CEO, wies diese Behauptungen entschieden zurück.
In einer Rede im Januar 2026 sagte er, die Anschuldigungen seien weit hergeholt. Er argumentierte, dass der Absturz durch die globalen Marktkräfte verursacht wurde und nicht durch ein Versagen von Binance. Seine Äußerungen haben die Debatte über Leverage, Regulierung und die Verantwortung der Börse neu entfacht.
Der Absturz im Oktober 2025
Der Absturz geschah während der weltweiten Turbulenzen. US-Präsident Donald Trump kündigte 100%ige Zölle auf chinesische Importe an. Außerdem führte er strenge Exportkontrollen für wichtige Software ein. Diese Maßnahmen erschütterten die globalen Märkte. Risikoanlagen fielen stark. Bitcoin fiel innerhalb weniger Stunden um mehr als 20%. Ethereum und andere Altcoins fielen sogar noch stärker.

Analysten sagten, dass die Verluste durch die extreme Hebelwirkung noch verschlimmert wurden. Viele Händler verwendeten Verhältnisse von über 100x. Die dünne Liquidität am Wochenende machte die Sache noch schlimmer. Zwangsliquidationen wurden auf allen Plattformen durchgeführt.
Binance wurde stark unter die Lupe genommen. Benutzer berichteten über technische Probleme. Einige Aufträge wurden verzögert. Preisdiskrepanzen traten bei Token wie USDe und wBETH auf.
Händler sagten, diese Probleme hätten zu unfairen Liquidationen geführt. Die Überlastung des Ethereum-Netzwerks trug zu dem Chaos bei. Die Gasgebühren stiegen drastisch an. Arbitrage und Interventionen wurden schwierig.
CZ’s Verteidigung und Binance’s Antwort
In einer Live-AMA-Sitzung wies CZ die Schuld von sich. Er sagte, die Probleme seien nicht nur bei Binance aufgetreten. Preisunterschiede betreffen auch die Nutzer anderer Börsen, darunter Coinbase und Bybit.
Blockchain-Analysefirmen wie Chainalysis und Glassnode haben dies bestätigt. Sie zeigten, dass der Absturz systemisch war, angetrieben durch makroökonomische Schocks.
CZ erinnerte die Nutzer daran, dass Binance 600 Millionen Dollar ausgezahlt hat. Dieses Geld stammt aus dem Secure Asset Fund for Users (SAFU) und den Wiederherstellungsprogrammen. Die Auszahlung deckte verifizierte Fälle von Störungen ab. Allgemeine Marktverluste wurden damit nicht abgedeckt. Er bezeichnete die Forderungen nach einer vollständigen Entschädigung als unrealistisch.
Binance stand schon früher auf dem Prüfstand. Die Zusammenbrüche von FTX und Celsius im Jahr 2022 haben die Risiken des Leveraged Trading aufgezeigt. Als Reaktion darauf hat Binance die Compliance verstärkt. Das Unternehmen arbeitet jetzt unter strenger Aufsicht in Abu Dhabi.
Das Unternehmen wird auch von der US-Regierung überwacht, nachdem 2023 ein Vergleich über Verstöße gegen die Geldwäsche geschlossen wurde. CZ ist im Zuge dieses Vergleichs als CEO zurückgetreten. Er sagte, dass Binance nun regelmäßig Proof-of-Reserves-Audits durchführt, um Transparenz zu zeigen.
Kritik und Rufe nach Regulierung
Nicht jeder war überzeugt. Cathie Wood von ARK Invest sagte, dass große Börsen die Volatilität verstärken. Sie argumentierte, wenn die Liquidität auf einer Plattform versiegt, breitet sie sich überall aus.
In den sozialen Medien wuchs die Gegenreaktion. Der Hashtag #BinanceCrash wurde zum Trend. Viele Nutzer berichteten über den Verlust von Portfolios. Einige Analysten vermuteten, dass rivalisierende Börsen oder Leerverkäufer Angstkampagnen geschürt haben könnten.
Der Crash hat den Ruf nach strengeren Regeln erneuert. Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) prüft derzeit Obergrenzen für die Hebelwirkung. Der MiCA-Rahmen der Europäischen Union begrenzt bereits riskante Produkte.
Branchengruppen wie der Crypto Council for Innovation fordern eine bessere Offenlegung der Risiken. Sie drängen auch auf dezentralisierte Alternativen, um solche Risiken zu reduzieren.
Am 31. Januar 2026 hatten sich die Märkte teilweise erholt. Bitcoin wurde in der Nähe von $80.000 gehandelt. Dennoch hat der Absturz im Oktober gezeigt, wie anfällig Kryptowährungen nach wie vor sind. Die Worte von CZ mögen einige beruhigen, aber viele Händler diskutieren immer noch darüber, wer die Verantwortung übernehmen sollte. Binance lehnte einen weiteren Kommentar ab und verwies auf seine offiziellen Erklärungen.

Moses K is a crypto journalist covering markets, regulation, and blockchain trends. He has written for The Coin Republic, Coinchapter, Cryptopolitan, Cryptotale, Coinspeaker, and MPost. Known for his concise, data-driven reporting, Moses focuses on price analysis, on-chain metrics, and policy developments shaping the global digital asset landscape.


