Coinbase arbeitet mit Banken an Gesetzentwurf zur Strukturierung des US-Kryptomarktes

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Wichtige Einblicke

  • Armstrong sucht in Davos nach einem Kompromiss und trifft sich mit Banken, um die ins Stocken geratenen Verhandlungen über ein Krypto-Gesetz im Senat wiederzubeleben.
  • Stablecoins sind nach wie vor ein zentraler Streitpunkt, da die Banken gegen die Renditen sind und Coinbase davor warnt, dass die Regeln der Innovation schaden.
  • Krypto-Gemeinschaft gespalten, Gesetzgeber drängen auf einen Kompromiss und unterstreichen damit den Wandel digitaler Vermögenswerte von der Randgruppe zur Mainstream-Politik.

Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, nutzt das Weltwirtschaftsforum in Davos, um auf einen Kompromiss bei der Regulierung von Kryptowährungen in den USA zu drängen. Er trifft sich mit Führungskräften von Banken, um über Stablecoin-Regeln zu diskutieren und die ins Stocken geratenen Senatsgespräche über den Digital Asset Market Clarity Act wiederzubeleben.

Quelle: X

Der Gesetzentwurf, der 2025 vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde, hat sich im Senat verzögert, nachdem Coinbase seine Unterstützung zurückgezogen hatte. Armstrong sucht nun nach einer gemeinsamen Basis zwischen Kryptofirmen und Banken, in der Hoffnung, einen Rahmen zu schaffen, der Innovation und finanzielle Stabilität in Einklang bringt.

Blockierter Gesetzentwurf und Verzögerungen im Senat

Der CLARITY Act soll definieren, wann Krypto-Token als Wertpapiere, Waren oder andere Vermögenswerte gelten. Es teilt auch die Aufsicht zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) auf.

Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz Mitte 2025 verabschiedet, aber die Version des Senats hat sich schwer getan. Am 15. Januar verschob der Bankenausschuss des Senats eine Anhörung, nachdem Coinbase seine Unterstützung zurückgezogen hatte.

Die Anhörung wurde nun vorläufig auf Ende Januar verschoben, wobei die Gesetzgeber die Notwendigkeit eines überparteilichen Konsenses betonen. Armstrong erklärte seine Ablehnung deutlich. Er sagte, der Entwurf des Senats könnte tokenisierte Aktien verbieten, die dezentrale Finanzierung (DeFi) einschränken und die Befugnisse der CFTC beschneiden.

Er argumentierte, dass diese Änderungen der Innovation schaden und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken würden. Sein Rückzug war ein großer Rückschlag. Seine Treffen in Davos zielen jedoch darauf ab, den Schwung wiederherzustellen und Kompromisse zwischen Kryptounternehmen und traditionellen Banken zu fördern.

Stablecoins im Mittelpunkt

Stablecoins sind ein wichtiger Krisenherd. Diese digitalen Vermögenswerte sind an Fiat-Währungen, wie den US-Dollar, gekoppelt. Der Gesetzentwurf verbietet Zinszahlungen auf Stablecoin-Bestände, erlaubt aber „Belohnungen“, die an Aktivitäten geknüpft sind, sofern diese offengelegt werden.

Coinbase bietet über Circle Renditen auf USDC an. Armstrong argumentiert, dass die neuen Regeln den Verbrauchern schaden und die Innovation hemmen würden.

Er sagte, der Entwurf sei schlimmer als der derzeitige Status quo. Die Banken sind gegen unbegrenzte Stablecoin-Renditen, weil sie den Abfluss von Einlagen befürchten. Ähnliche Beschränkungen gab es bereits im GENIUS-Gesetz von 2025.

Stablecoins sind schnell gewachsen, mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Dollar. Plattformen wie Solana und Anwendungsfälle für Zahlungen treiben die Akzeptanz voran. Armstrong sieht in ihnen eine Möglichkeit, das Finanzwesen zu modernisieren und Gemeinschaftsbanken zu unterstützen.

In Davos betonte er die Zusammenarbeit und sagte, dass Stablecoins gleiche Wettbewerbsbedingungen für Kryptounternehmen und Banken schaffen könnten. Seine Treffen zielen darauf ab, den US-Gesetzgebern und dem Weißen Haus Vorschläge zu unterbreiten. Dieser drückte seine Frustration über den Rückzug von Coinbase aus.

Gemischte Reaktionen und globaler Kontext

Senatoren beider Parteien, darunter Cynthia Lummis und Mark Warner, geloben, den Gesetzentwurf wiederzubeleben. Die Verhandlungen dauern bis in den Februar hinein. Die Krypto-Gemeinschaft ist gespalten.

Einige Nutzer von X begrüßen Armstrongs Vorstoß als Schritt in Richtung institutionelle Akzeptanz. Andere warnen davor, dass die Regeln Stablecoins übermäßig verkomplizieren könnten. Kritiker befürchten, dass die Banken restriktive Bedingungen auferlegen und damit die Reibungen der Vergangenheit mit Kryptowährungen wiederholen könnten.

Armstrongs Diplomatie in Davos unterstreicht den Wandel der Kryptowährungen vom Randbereich zur Mainstream-Politik. Führende Politiker aus aller Welt, darunter eine rekordverdächtige US-Delegation und Präsident Trump, sind anwesend.

Ein Erfolg könnte regulatorische Klarheit schaffen und die Innovation fördern. Ein Scheitern könnte die Unsicherheit verlängern, eine Fragmentierung riskieren oder Aktivitäten ins Ausland verlagern. Vorerst bleiben alle Augen auf diese hochdotierten Gespräche in den Alpen gerichtet.

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