Kann Binance die MiCA-Zulassung in Griechenland vor der EU-Frist erhalten?

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Wichtige Einblicke:

  • Binance hat bei der griechischen Aufsichtsbehörde einen Antrag auf eine MiCA-Lizenz gestellt.
  • Frankreich warnt, dass die Nicht-MiCA-Börsen ihren Betrieb nach Juni einstellen müssen.
  • Griechenland hat seine erste MiCA-Krypto-Lizenz noch nicht vergeben.

Da die Regulierungsbehörden in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ihre Aufsicht verschärfen, hat Binance eine MiCA-Lizenz in Griechenland beantragt, noch bevor die EU die Frist für die Einhaltung der Vorschriften einhält.

Binance beantragt die MiCA-Zulassung in Griechenland

Binance hat einen formellen Antrag auf eine Lizenz im Rahmen des MiCA-Rahmens der Europäischen Union in Griechenlandgestellt. Die Börse bestätigte, dass sie direkt mit der griechischen Finanzaufsicht, der Hellenic Capital Market Commission (HCMC), zusammenarbeitet.

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des zunehmenden Drucks der Regulierungsbehörden in der EU, die sich abzeichnenden Fristen einzuhalten. MiCA oder Markets in Crypto-Assets Regulation zielt darauf ab, einen gemeinsamen Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte in der Europäischen Union zu schaffen. Die Verordnung soll bis Mitte 2026 vollständig in Kraft treten, und in einigen Mitgliedstaaten laufen bereits Übergangsfristen ab.

Quelle: X
Quelle: X

Binance, die größte zentralisierte Krypto-Börse nach Handelsvolumen, wurde in mehreren EU-Ländern wegen ihres Lizenzierungsstatus angeklagt. Die Anmeldung in Griechenland wird als wichtiger Schritt zur Sicherung des Geschäftsbetriebs in Europa angesehen.

Frankreich kennzeichnet Binance inmitten des Lizenzierungsdrucks

Letzte Woche hat die französische Finanzaufsichtsbehörde Autorité des Marchés Financiers (AMF) eine Mitteilung herausgegeben, in der Binance unter den 90 registrierten Kryptounternehmen aufgeführt ist, die noch immer keine MiCA-Autorisierung haben. Die AMF erinnerte alle nicht konformen Unternehmen daran, dass die Übergangsfrist des französischen MiCA am 30. Juni 2026 endet. Danach können nur noch MiCA-lizensierte Plattformen operieren.

Das bedeutet, dass Binance entweder in Frankreich oder in einem anderen EU-Land, z.B. Griechenland, eine Lizenz erwerben und die Passporting-Rechte nutzen muss, um grenzüberschreitend tätig zu werden. Passporting unter MiCA bedeutet, dass ein lizenziertes Unternehmen mit Sitz in einem EU-Land in allen anderen EU-Ländern legal tätig sein kann, ohne sich in jedem Staat bewerben zu müssen.

Nach Angaben von CoinGecko wickelt Binance täglich ein Handelsvolumen von fast 12 Milliarden Dollar ab. Die Aufrechterhaltung des Zugangs zu den europäischen Märkten ist für das Unternehmen entscheidend. Wenn die MiCA-Konformität nicht eingehalten wird, droht der Plattform die Abschaltung des Betriebs in mehreren wichtigen Märkten.

Griechenland hinkt bei MiCA-Lizenzierungsaktivitäten hinterher

Trotz der Bewerbung von Binance in Griechenland hat das Land seine erste MiCA-Lizenz noch nicht erteilt. Öffentliche Daten der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) zeigen, dass kein Krypto-Asset-Dienstleister (CASP) in Griechenland zugelassen wurde.

Deutschland liegt derzeit mit 43 Lizenzen an der Spitze, gefolgt von den Niederlanden mit 22 Lizenzen. Frankreich hat 11 Lizenzen erteilt, während Länder wie Belgien und Griechenland noch keine aktiven MiCA-Genehmigungen haben.

Diese Verzögerung bringt Unsicherheit in den Zeitplan für den Antrag von Binance. Es bleibt abzuwarten, wie lange die griechische HCMC brauchen wird, um den Antrag zu bearbeiten, oder ob sich die Regulierungsbehörde vor der EU-weiten Frist auf den Fall von Binance konzentrieren wird.

In der Zwischenzeit bereiten sich andere Institute wie die KBC Bank in Belgien darauf vor, Krypto-Dienstleistungen anzubieten. Dies ist ein Zeichen für den wachsenden Druck in allen EU-Ländern, die MiCA-Lizenzierungsverfahren abzuschließen.

Binance-Prüfung wirft Compliance-Fragen auf

Binance war schon vor der Einführung von MiCA Gegenstand regulatorischer Untersuchungen in Europa. Bereits im Jahr 2021 äußerten einige EU-Mitgliedstaaten Bedenken über die Geschäfte der Börse. Diese Bedenken bezogen sich auf die angeblich mangelnde Transparenz und den nicht registrierten Status von Binance.

Im Jahr 2023 bekannte sich der ehemalige CEO von Binance, Changpeng Zhao, in den Vereinigten Staaten der Geldwäsche schuldig. Er wurde zu einer Haftstrafe von vier Monaten verurteilt. Der Fall brachte Binance zusätzliche globale Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden ein und verstärkte die Forderungen nach einer stärkeren Durchsetzung in Europa.

Der erfolgreiche Antrag von Binance in Griechenland könnte als Blaupause für andere Kryptounternehmen dienen, die sich durch die sich entwickelnde regulatorische Landschaft der EU bewegen. Allerdings wird das Zeitfenster für die Genehmigung immer kleiner, je näher der Juli rückt.

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