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In den USA wurden Anthropic-Aktien, die sich im Besitz ehemaliger FTX-Führungskräfte befanden, zu einem günstigen Preis verkauft

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Wichtige Einblicke:

  • Einem neuen Bericht zufolge hat die US-Regierung Anthropic-Aktien von ehemaligen FTX-Führungskräften beschlagnahmt und diese vorzeitig veräußert.
  • Der aktuelle Wert der Anteile liegt Berichten zufolge zwischen 2,6 und 5 Milliarden US-Dollar.
  • Die Regierung hat bislang weder Rechenschaft über den Erlös aus den beschlagnahmten Vermögenswerten abgelegt noch die Gelder an die Gläubiger zurückgezahlt.

Die US-Regierung verkaufte Anteile an Anthropic, nachdem sie diese von ehemaligen Führungskräften von FTX beschlagnahmt hatte. Dies ging aus einem neuen Bericht von Business Insider hervor, in dem darauf hingewiesen wurde, dass zwei Führungskräfte der insolventen Kryptobörse ihre Anteile im Rahmen ihres Schuldbekenntnisses abgetreten hatten.

Die Führungskräfte – FTX-Mitbegründer Nishad Singh und Caroline Ellison, CEO von Alameda Research – sollen Berichten zufolge in das KI-Unternehmen investiert haben.

In dem Bericht wird nicht angegeben, wie viel sie investiert haben. Gleichzeitig behauptete ein „FTX Historian“ auf X , man habe 50 Millionen Dollar investiert und dafür eine Beteiligung an dem KI-Start-up erhalten. Bei der aktuellen Bewertung könnte diese Beteiligung einen Wert von fast 5 Milliarden Dollar haben.

Mit dieser Bekanntgabe schlossen sich die beiden dem FTX-CEO Sam Bankman-Fried an, der im Jahr 2022 500 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert hatte. Bankman-Frieds Beteiligung wurde im Jahr 2024 von der FTX-Insolvenzmasse für 1,3 Milliarden Dollar verwertet. Dieser Schritt wurde später kritisiert, als die Bewertung von Anthropic sprunghaft anstieg.

Die US-Regierung veräußerte die FTX-Aktien frühzeitig und verpasste damit das Wachstum von Anthropic

Ähnlich wie die FTX-Insolvenzmasse verkaufte auch die US-Regierung die von den FTX-Führungskräften beschlagnahmten Anthropic-Aktien rasch. Dem Bericht zufolge übernahm die Regierung im Februar 2025 die Kontrolle über Ellissons Beteiligung und bis April desselben Jahres über die von Singh.

Diese Anteile wurden später im selben Jahr an bestehende Investoren von Anthropic verkauft, kurz nachdem die Regierung die Kontrolle übernommen hatte. Es ist unklar, zu welchem Preis die US-Marshals die Beteiligung veräußert haben, doch Experten gehen davon aus, dass der Wert zu jenem Zeitpunkt zwischen 250 Millionen und 1,1 Milliarden US-Dollar gelegen haben dürfte.

Zwar handelt es sich hierbei um einen beträchtlichen Gewinn im Vergleich zur ausgewiesenen Investition, doch sind viele der Ansicht, dass die Regierung mehr hätte erzielen können, wenn sie die Beteiligung gehalten hätte. Experten zufolge könnte der Wert der Beteiligung mittlerweile zwischen 2,6 Milliarden und 5,03 Milliarden Dollar liegen.

Dies ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, wie stark die Bewertung des KI-Unternehmens in den letzten zwei Jahren gestiegen ist. Bei seiner letzten Finanzierungsrunde im Mai wurde es mit rund 965 Milliarden US-Dollar bewertet und hatte sich für seinen Börsengang ein Bewertungsziel von 2 Billionen US-Dollar gesetzt.

Erlöse aus dem Verkauf von Anthropic-Aktien befinden sich weiterhin im Besitz der US-Regierung

Es überrascht nicht, dass Gläubiger und Geschädigte von FTX die Vorgehensweise des Justizministeriums im Umgang mit den beschlagnahmten Vermögenswerten kritisiert haben. Laut dem „FTX Historian“ gab es keinerlei Transparenz hinsichtlich der Verkäufe. Die Regierung hat keinerlei Angaben zum Verkaufspreis oder zu den Käufern gemacht.

Unterdessen ist unklar, wie die US-Regierung mit den Erlösen aus dem Verkauf der Anthropic-Aktien verfährt. Das Justizministerium verwendet Einziehungserlöse üblicherweise als Entschädigung für Geschädigte.

Im vergangenen Jahr überwies sie 638 Millionen US-Dollar an die FTX-Insolvenzmasse. Der Großteil davon stammt aus dem Verkauf von Bankman-Frieds Robinhood-Aktien. Im Bericht der FTX-Insolvenzmasse heißt es zudem, dass man mit rund 400 Millionen US-Dollar vom Justizministerium rechne.

Der Kryptomarkt ist noch weit von November 2022 entfernt, als FTX zusammenbrach. (Quelle: CoinMarketCap)
Der Kryptomarkt ist noch weit von November 2022 entfernt, als FTX zusammenbrach. (Quelle: CoinMarketCap)

Business Insider berichtete jedoch, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Erlöse aus dem Verkauf von Anthropic-Aktien an die Insolvenzmasse überwiesen worden seien. Experten zufolge liegt es im Ermessen der Regierung, wie solche Mittel verwendet werden.

Der FTX-Nachlass hat bereits in fünf Ausschüttungsrunden rund 10 Milliarden US-Dollar an die Gläubiger ausgezahlt . Allerdings sind mehrere Gläubiger, insbesondere diejenigen in Ländern mit Beschränkungen, nach wie vor unbezahlt.

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